Qualitätsmanagement 2017-02-08T13:32:15+00:00

Qualitätsmanagement

Um eine Zufriedenstellung der Kundenanforderungen in einem Höchstmaß zu erreichen, steht die HANS KOLB Wellpappe GmbH & Co. KG für Qualität in Perfektion. Sorgfältige Auswahl der Rohstoffe sowie labortechnische Untersuchungen von Rohmaterial und Fertigprodukt gewährleisten eine stets dokumentierte Qualität. Doch sehen Sie selbst, welche Tests durchgeführt werden. Eine detaillierte Erfassung der Qualitätsmerkmale erhalten Sie gerne von uns:

Wellarten

Wellpappe wird in erster Linie nach Anzahl der Wellenlagen (ein- oder zweiwellig) sowie nach der Wellenform klassifiziert. Die Welle lässt sich durch die Wellenteilung (d. h. Wellenbreite) und die Wellenhöhe genau beschreiben. Sie wird von grob- bis feinstwellig produziert – also in C-, B-, E-, F- und W-Welle.

Bei zweiwelliger Wellpappe können die unterschiedlichen Wellenarten miteinander kombiniert werden: BC – EB – FE. Je schwerer das zu verpackende Gut, je länger der Transportweg, je größer die zu erwartenden Belastungen z. B. durch Verladung oder Klimaeinfluss, um so höhere physikalische Anforderungen werden an die Verpackung gestellt. Ein großer Vorteil der Wellpappe als Verpackungsmaterial besteht darin, dass sich die verschiedenen Rohstoffe vielfältig kombinieren lassen. Je nach eingesetzter Papiersorte und Flächengewicht entstehen Wellpappensorten definierter Festigkeit, die letztlich die Gebrauchseigenschaften der Verpackung bestimmen.

Technische Werte

Welche technischen Werte bei bestimmten Prüfungsmethoden sind maßgeblich für die jeweiligen Wellarten? Für bestimmte Qualitäten wurde vom vdw ein Qualitätsstandard entwickelt, der wiederum Basis war für die Entwicklung einer deutschen Industrienorm für Packstoffe und Wellpappe.

Im Labor führt KOLB alle erforderlichen Prüfungen durch, um die Einhaltung dieser Werte zur kontrollieren: Berstwiderstand, Durchstoßarbeit, Kantenstauchwiderstand, Stapelstauchwiderstand, Cobbwert, Falltest.

ISO-Zertifizierung

Mit der Normenreihe EN ISO 9000ff sind Normen geschaffen worden, welche die Grundsätze für Maßnahmen zum Qualitätsmanagement dokumentieren.

Gemeinsam bilden sie einen zusammenhängenden Satz von Normen für Qualitätsmanagementsysteme, welche das gegenseitige Verständnis auf nationaler und internationaler Ebene erleichtern sollen. Wellpappe unterliegt spezifischen Anforderungen und ist demnach nur unter individuellen Qualitätssicherungsmaßnahmen zu erzeugen. Qualitätsmanagementsysteme hingegen sind nicht produktorientiert und können daher unabhängig von der Branche und den spezifischen Produkten einen ähnlichen Aufbau festlegen.

Das erfolgreiche Führen und Betreiben einer Organisation erfordert, dass sie in systematischer und klarer Weise geleitet und gelenkt wird. Ein Weg zum Erfolg kann die Einführung und Aufrechterhaltung eines Managementsystems sein, das auf ständige Leistungsverbesserung ausgerichtet ist, indem es die Erfordernisse aller interessierten Parteien berücksichtigt. Eine Organisation zu leiten und zu lenken umfasst neben anderen Managementdisziplinen auch das Qualitätsmanagement.

EN ISO 9001 legt die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem (QM-System) für den Fall fest, dass eine Organisation ihre Fähigkeit darlegen muss, Produkte bereitzustellen, welche die Anforderungen der Kunden und allfällige behördliche Anforderungen erfüllen, und anstrebt, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Diese Norm beschreibt modellhaft das gesamte Qualitätsmanagementsystem und ist Basis für ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem.

Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements:

  1. Kundenorientierung
  2. Führung
  3. Einbeziehung der Personen
  4. Prozessorientierter Ansatz
  5. Systemorientierter Managementansatz
  6. Kontinuierliche Verbesserung
  7. Sachbezogener Entscheidungsfindungsansatz
  8. Lieferantenbeziehung zu gegenseitigem Nutzen

Die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems ist eine strategische Entscheidung für eine Organisation.

Qualitätsuntersuchungen

Gewichtsanalyse

  • Auflösen der fertigen Wellpappe in einzelne Schichten
    Deckpapier(e) und Wellenpapier(e)
  • Trocknung der einzelnen Schichten
  • Wiegen der einzelnen Schichten

Erfassen des Gewichts von:

  • Außendecke
  • Welle(n)
  • Innendecke(n)
Gummimembrane durchdrückt flächig die Wellpappe. Ober- und Unterseite werden jeweils 5-mal durchborsten (Innen- und Außenseite). Die erhaltenen Werte in kPa sind wichtiger Indikator für die Steifigkeit der Wellpappe bezogen auf flächigen Druck.
Bei der Durchstoßarbeit wird der Widerstand bei punktuellem Druck festgehalten (z.B. Ecke einer weiteren Kiste fällt auf Oberseite der Wellpappenschachtel). Ein Spitz-Triangel (Dreieckspyramide) durchschlägt die eingespannte Pappe in Pendelbewegung mit entsprechendem Gegengewicht (je nach Stärke der Pappe). Einheit: Joule
Streifen der Wellpappe werden durch Kantendruck gequetscht, um somit den Widerstand der Wellpappe gegen die Wellenrichtung zu belegen.
Eine fertige Wellpappekiste wird durch horizontalen Druck gequetscht bis die Seitenteile „in die Knie“ gehen. Die ist notwendig um z. B. bei Verpackungen von schwereren Gütern die Stapelhöhe ermitteln zu können, ohne dass die Kartons instabil würden.
Quer zur Faserverlaufsrichtung werden Streifen gequetscht um somit die Stabilität gegen die Laufrichtung zu erhalten.
Aus einer festgelegten Höhe werden gefüllte Packungen durch ausklinken eines Karabinerhakens in freiem Fall zu Boden gelassen. Hierbei wird die Schutzfunktion der Verpackung geprüft, v. a. bei Gefahrgutverpackungen.
Um qualitative und planerische Maßzahlen zu bekommen, wir die Wellpappendicke genau gemessen.
Als zertifizierte Prüfstelle für Gefahrgutverpackungen kennen wir die Anforderungen an die Verpackung sehr genau. Gerade bei Packgut, das eine besonderer Handhabung bedarf steht die kompromisslose Qualität an oberster Stelle. Wir führen sämtliche relevanten Testmethoden in unserem Hause durch.